1971 finden sich 16 interessierte Männer zusammen und gründen in Jerstedt einen Schützenverein.
Nach anfänglichen Provisorien bei denen der Schießstand auf dem Saal des „Niedersachsenkrug“ zu jedem Schießen auf- und abgebaut wurde, konnte mit Hilfe des Wirtes Rolf Mittendorfs schon 1972 in einem angrenzenden Stallgebäude ein Schießstand für Luftdruckwaffen in Eigenleistung gebaut werden.
Dadurch stiegen auch die Mitgliederzahlen schnell auf 80 an.
Neben den Herren entstand nun auch eine Damen- und eine Jugendabteilung.
Am 12.02.1972 konnte der Verein noch einen Spielmanns- und Hörnerzug gründen mit dem die Jugendarbeit im Verein seinen Höhepunkt erreicht hat.
Schnell hat der Verein seine Existenzberechtigung im Kreisschießsport und im Kreismusikwesen gefunden.
 
Ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte war das erste Schützen- und Volksfest 1976 in Jerstedt. Das Schützenfest hat seit dem, immer 8 Tage vor Himmelfahrt, seinen festen Platz im Reigen der Kreisschützenfeste eingenommen.
Mit Zustimmung aller Jerstedter Vereine bauen die Schützen 1979 im Klei einen neuen Festplatz aus, der 1983 mit dem Bau einer Grillhütte vervollständigt werden konnte.

Nicht ganz Schützenkompatibel aber dennoch eine Bereicherung für den Verein war 1995 die Gründung der Pipes und Drums die von Andreas Koch geführt werden.

Vereinsübergreifend veranstaltet der Schützenverein in jedem Herbst eine Rally die sich immer mehr der Beliebtheit erfreut. Die Siegerehrung wird dann am Hubertusabend durchgeführt.

Der Verein hat im Laufe seines Bestehens viele Verbindungen und Freundschaften gefunden.
Besondere Kontakte konnten zur PSV Kompanie in Chlausthal – Zellerfeld, Schützenverein Eiderthal aus Kiel, Schützenverein Braunschweig Sandwüste, Schützen und Spielleute aus Schwagstorf bei Osnabrück, Schützen Club Treff in Berlin Rudow und zu den Schützen auf Ammrum aufgebaut werden.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands haben noch im November 1989 die Jerstedter Schützen sofort Kontakt zu den Schützen aus Sielstedt und Benzingerobe bei Wernigerode in Sachsen Anhalt aufgenommen.

Auf Anregung des amtierenden 1. Vorsitzenden Ernst Rohloff haben alle sechs Goslarer Schützenvereine eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Diese Gemeinschaft trägt zur besseren Verständigung, Toleranz und Akzeptanz bei. Gemeinsam werden von den Sechs Vereinen ein Stadtkönigsschießen und ein Stadtpokalschießen durchgeführt. Auch wird jeweils der Monatsbeste unter den Vereinen gekürt und in der GZ veröffentlicht.

Auch in Jerstedt gibt es eine gute Zusammenarbeit aller Vereine und Verbände. Termine und Veranstaltungen werden in einer gemeinsamen Sitzung abgestimmt und rollierend übernimmt immer ein anderer Verein im Jahr die Sprecherfunktion.
Der Schützenverein ist ebenfalls Mitglied der 2003 gegründeten Stadtteilgemeinschaft, der ebenfalls alle Jerstedter Vereine, Verbände und auch verschiedene Betriebe und Einzelpersonen angehören.
Auch im Kreisschützenverband Goslar arbeiten Jerstedter Schützen seit vielen Jahren mit.
Wolfgang Barthel war als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Bärbel Just ist als stellvertretene Kreis- Damenleiterin Mitglied des erweiterten Vorstands.

 

Die Demografische und Gesellschaftliche Entwicklung geht auch nicht an den Jerstedter Schützen Vorbei.
Waren es noch in den achtziger Jahren 160 Mitglieder ging die Zahl in den Neunzigern auf 130 zurück.
Und mit Auflösung des Spielmannszuges zählt der Verein heute noch 107 Mitglieder.

 

Vereinsvorsitzende:

1971 bis 1973 Peter Bauerochse 2

1973 bis 1978 Hans Herrmann Eggers 5

1978 bis 1981 Horst Hauser 3

1981 bis 1991 Ernst Rohloff 10

1991 bis z.Z. Wolfgang Just 24

 

 

 Text: Wolfgang Just